DGUV-Zahlen 2025: Arbeitsunfälle sinken – doch diese Risiken bleiben entscheidend
- Kai Telzerow
- 22. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Juli
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die vorläufigen Unfallzahlen für 2025 veröffentlicht – und die Entwicklung ist erfreulich: weniger meldepflichtige Arbeitsunfälle und ein erneuter Tiefstand bei den tödlichen Arbeitsunfällen. Gleichzeitig zeigt das begleitende „DGUV Barometer Arbeitswelt 2026", welche Risiken für Beschäftigte nach wie vor im Alltag lauern. Für Geschäftsführer, Facility Manager und Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa) im Ruhrgebiet lohnt sich ein genauer Blick auf die Zahlen – sie zeigen deutlich, wo Prävention jetzt am meisten bewirkt.
Die Zahlen im Überblick
Laut den am 25. März 2026 veröffentlichten vorläufigen Statistiken der DGUV ergibt sich für 2025 folgendes Bild:
730.598 meldepflichtige Arbeitsunfälle – rund 24.000 weniger als im Vorjahr
335 tödliche Arbeitsunfälle – der dritte Tiefststand in Folge (10 weniger als 2024)
175.140 Wegeunfälle – ein leichter Anstieg um knapp 1 Prozent
Bei den tödlichen Wegeunfällen dagegen ein Anstieg um 30 Fälle
9.690 neue Arbeitsunfallrenten (-2,3 Prozent), während neue Wegeunfallrenten um 2,5 Prozent auf 3.636 Fälle stiegen
Die Tendenz bei den klassischen Arbeitsunfällen ist also positiv. Auf dem Arbeitsweg wird es dagegen nicht sicherer – ein Punkt, den Betriebe bei Unterweisung und Gefährdungsbeurteilung nicht ausblenden sollten.
Die größten Unfallrisiken laut DGUV Barometer Arbeitswelt 2026
Für die begleitende Befragung wurden über 2.000 Erwerbstätige, darunter 544 Führungskräfte, zu Unfallrisiken am eigenen Arbeitsplatz befragt. Das Ergebnis deckt sich mit unserer Praxiserfahrung bei Prüfungen vor Ort:
53 Prozent nennen Stolpern, Rutschen und Stürzen als größtes Risiko – oft verursacht durch beschädigte Böden, überladene oder falsch bestückte Regale sowie unaufgeräumte Lagerflächen
21 Prozent sehen Risiken im Umgang mit Werkzeugen
21 Prozent im Umgang mit Maschinen – etwa durch fehlende Schutzeinrichtungen oder überfällige Prüftermine
22 Prozent berichten von Risiken durch Bedrohung, Übergriffe oder Gewalt, besonders in Verwaltung, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen

Regelmäßige UVV-Prüfungen decken genau die Risiken auf, die laut DGUV am häufigsten zu Arbeitsunfällen führen.
Genau hier setzen regelmäßige UVV- und DGUV-V3-Prüfungen sowie eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung an: Sie decken exakt die Schwachstellen auf, die laut Umfrage die größten Unfallrisiken darstellen.
Was das für Ihren Betrieb bedeutet
Die gute Nachricht aus dem DGUV Barometer: Prävention wirkt – und Unternehmen investieren zunehmend darin. Ein Drittel der befragten Führungskräfte gibt an, in den vergangenen zwölf Monaten mehr für Arbeitsschutzmaßnahmen ausgegeben zu haben. Damit sich diese Investition auch messbar auszahlt, empfehlen wir:
🔒 Regale, Böden und Fluchtwege regelmäßig auf Stolper- und Sturzgefahren prüfen lassen – insbesondere in Lager- und Logistikbereichen
📋 Die Gefährdungsbeurteilung aktuell halten und konkret auf Werkzeug- und Maschinenrisiken eingehen
✅ Prüffristen für UVV- und DGUV-V3-Prüfungen digital dokumentieren, damit keine Frist unbemerkt verstreicht
🚴 Wegeunfälle in der Unterweisung ansprechen, insbesondere bei Rad- und Pedelec-Fahrenden – hier verzeichnet die DGUV besonders viele Unfälle
Die Unfallzahlen 2025 zeigen: Der eingeschlagene Weg wirkt, doch Stolper-, Sturz- und Maschinengefahren bleiben das Alltagsrisiko Nummer eins in deutschen Betrieben. Mit regelmäßigen, rechtssicheren Prüfungen und aktuellen Gefährdungsbeurteilungen sorgt SICHER GEPRÜFT dafür, dass Ihr Unternehmen in Duisburg, Essen und dem gesamten Ruhrgebiet nicht nur gesetzlich, sondern auch praktisch auf der sicheren Seite steht. Sprechen Sie uns an – wir prüfen, was zählt.
Ergänzend empfehle ich Ihnen die Beiträge Sichere Arbeitsplätze durch rechtssichere Prüfverfahren und Albtraum Betriebsprüfung: Die Wahrheit über Haftung und Sicherheitsstandards im Unternehmen. Wer die offiziellen Grundlagen nachlesen möchte, wird bei DGUV-Statistik zum Arbeits- und Wegeunfallgeschehen fündig.




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